Aktueller Vorverriss

VorverrissDamit Sie heute schon wissen, was Sie sich morgen besser nicht ansehen sollten.

Präventive Theaterrezensionen.

Der Kampf um Wien.

Eine Farce in geheimen Akten.

Am 10. Oktober wird zu Ehren des fünfundzwanzigsten Todestages von Orson Welles sowie des Kärntner Landesfeiertags ein Duell seinen Ausgang finden. Die Protagonisten dieser postmodernen Farce im Wolfspelz sind UHBM (Unser Herr Bürgermeister) Michl Häupl, sowie sein gebissiger Kontrahent Hunz-Christian Strache (weitere zahntechnische Wortspielereien vorbehalten).

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Unsichtbares Theater

Augusto Boal, im letzten Jahr leider verstorbener Theaterheiliger, hat in den 1960er Jahren das „Theater der Unterdrückten“ entdeckt, ausgehend von der sozialen Situation in Lateinamerika. So engagiert er selbst war, möchte auch diese Form des interaktiven Geschehens wirken, indem es aktuelle Problemstellungen behandelt und hierbei die Zusehenden vom Zustand einer passiven Masse zu selbstverantwortlich handelnden und somit in das Geschehen auf der „Bühne“ eingreifenden Individuen anstiften will. Alle sind SchauspielerInnen, alle sind ZuschauerInnen in dieser hippie-marxistischen Schose.

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Wettbewerbe und Steuersünder

Nachdem das Wiener Burgtheater der Bagger-Theaterredaktion auf Lebenszeit (ob der des Intendanten oder meiner wurde bis Redaktionsschluss noch nicht ausverhandelt) das Abo, die Berechtigung für Pressekarten sowie den in dritter Generation vererbten Stehplatz im 2. Rang (links) entzogen hat, scheint der passende Moment für eine Minute der Selbstbesinnung und Überprüfung meiner kritischen Werkzeuge gekommen.

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Don’t Look back in Schadenfreude!

Was haben der gemeine Kritiker sowie die gemeine Kritikerin gerne? Recht! So wollen wir nun einen kleinen Rückblick auf die Produktionen des letzten Jahres wagen, vor denen an dieser Stelle bereits gewarnt wurde, und befragen bekannte Edelfedern und Giftspitzen des deutschsprachigen Feuilletons zu ihrer Meinung, um noch einmal zu bekräftigen, was ihr nicht verpasst habt und wie (ungemein) Recht der Vorverriss doch hatte.

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„Der Teufel soll mich holen ...

… wenn es so etwas im Stil von „Verehrtes Publikum …“ wird.“
So stellt sich Matthias Hartmann als neuer Intendant des Burgtheaters vor, voll postdramatischer Lustigkeit im Vorwort der Spielzeitvorschau 2009/10.
Daraufhin wird ein noch lustigerer posttraumatischer E-Mail-Dialog mit Mephisto höchstselbst über allfällige Verträge geführt. Kronjuwel der insgesamt lohnenden Lektüre sind die Beschreibungen der kommenden Stücke. Diese sind kreativitätsüberbordende Machwerke: als Zeitungsberichte im Sensationsstil gestaltet und vermutlich aus einer Zusammenarbeit mit der Theaterpädagogik entstanden. Oder aber es handelt sich um das neue Projekt des Deutsch-Leistungskurses einer Ganztagsschule mit zu wenigen Freizeitmöglichkeiten.

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S...loch!

S…loch!

Die Spielzeit 2008/09 der Theaterszene neigt sich nun wieder unaufhaltsam ihrem Ende zu. Mit den Wiener Festwochen bekommen Theaterjunkies noch eine letzte Dosis, den gloriosen Goldenen Schuss, um dann Ende Juni aus dem Rausch an internationalen Erfolgsproduktionen wider Erwarten doch noch lebend wieder aufzuwachen und sich in einem zwei- bis dreimonatigen Cold Turkey – oder nüchterner gesagt „Sommerpause“ – wiederzufinden, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint.
Was tun als nach Kultur oder Gegenkultur gierender Mensch, der die innenräumliche Unaufhaltbarkeit zu kompensieren sucht, wenn die kühlen Theaterkeller geschlossen bleiben?

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Virtueller Theaterraum

Die zum Theater in der Josefstadt gehörigen Kammerspiele scheinen sich indes bewusst zu sein, dass man nicht immer nur alte Hadern aufwärmen kann und zeigen ab 7. Mai Daniel Glattauers „Gut gegen Nordwind“ in einer von dem bekannten (Standard-)Autor erarbeiteten Bühnenfassung.

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Die Talisman-Sensation

Offene Münder! Vor Überraschung ergraute Sommerpelze! Ganz was Neues: Nestroy in der Josefstadt! Am 21. Mai hat unter der Regie von Michael Gampe die Posse „Der Talisman“ von Johann Nestroy Premiere. Warum auch Aktuelles spielen, wenn Otto Schenk seinen Rollentext noch im Langzeitgedächtnis gespeichert hat.

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Das schottische Stück

Als letztes Stück im Shakespeare-Zyklus des Burgtheaters hat unter der Regie von Stephan Kimmig am 19. Dezember Shakespeares Macbeth im Akademietheater Premiere.
Der Regisseur hat an vielen wichtigen und großen Bühnen in Holland, Belgien und dem deutschsprachigen Raum inszeniert, versteht sich folglich gut darauf, Geld auszugeben.

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