Immer schwieriger

“Vorhersagen werden schwieriger”, heißt es. Und der Bagger bemüht sich doch:

Was haben MeinungsforscherInnen und Wetterfrösche gemeinsam? Sie sind ganz einfach arme Schweine. Es wird ja alles immer ärger, schlimmer und schwieriger – allen voran die Vorhersagen. So wie die armen Meinungsforschenden anscheinend gar nicht mehr durchblicken, was denn wer wann – und vor allem warum! – wählen will, lässt sich auch das Wetter immer weniger in die Karten schauen. Nicht nur die vielen Menschen, sondern auch die vielen Teilchen in der Athmosphäre haben da die unterschiedlichsten Vorstellungen. Trotzdem erkennt man dann im Nachhinein meist einen angeblich da gewesenen Willen – sei es der des sagenumwobenen Wählers oder der des skandalumwitterten Wetters. Fragt sich nur, wer da überhaupt etwas will, denn der Wähler als Representation der breiten Masse ist ja ebenso unauffindbar wie das Wetter als real existierende Gesamtheit dessen, was da über uns so passiert (Schon einmal irgendwo ein Wetter herumstreunen gesehen?) Das macht’s halt dann doch sehr schwierig. Aber selbst wo kein Wille, da ein Weg: Nach ersten Andeutungen dürfte es morgen ganz einfach ziemlich arg werden, und im Laufe des Tages immer ärger. Nach dem Motto: Als Pessimist wird man nie enttäuscht, und ein bisschen Beunruhigung hat noch niemandem geschadet.

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