Mord – Chapter Done (Konkord)

Mord - Chapter  Done Das richtige Wort ist glaube ich sapperlot. Mord, die sich ihre Bestandteile zu drei Fünftel mit den etwas gesitteteren Kreisky teilen, ist mit ihrem Debutalbum in Sachen Wiener Post/Progrock ein großer Wurf gelungen. Nicht nur, dass sie ihre Instrumente auf unerhörte Art malträtieren, sondern auch formale und textliche Rezepte werden konsequent gekreuzt. In neun Liedern arbeiten sich die Herrschaften akribisch durch den Alltagswahnsinn ohne selbst dabei verrückt zu werden. Da werden allerhand Befindlichkeiten durchdekliniert – immerhin das ganze Spektrum zwischen jein und nein – und immer hat man das Gefühl, dass diese Menschen meinen, was sie da tun, dass es ihnen todernst ist und das ist in einer Zeit, da viele betont darauf verzichten einen Standpunkt einzunehmen und lieber mit hohlen Phrasen über ihre Meinungslosigkeit hinwegtäuschen, alles andere als selbstverständlich.

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