Das linke oder rechte Eck

Ein Eck, reserviert für verschiedenste politische Meinungen.



Eine Lanze für Erdogan (kein Bajonett)

Istanbul
Da schreien sie wieder, die Anti-Islam­istInnen! Und zu guter Recht — hat doch Tayyip Erdogan, der Islam-Prediger aus Ankara soeben wieder den KurdInnen gedroht und ein Blutbad angekündigt … Glücklicher­weise ist ja Anti-Islam­ismus noch salonfähig und hat einstweilen kein bisschen mit Rassismus oder Anti­semi­tis­mus gemeinsam. Und dass der Islam eine böse Religion ist, das weiß ja bekanntlich jedeR.
Nur zu schade dass die Wirklich­keit wieder einmal komplizierter ist als sie in Inter­net­foren und an Stamm­tischen erscheint.

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Leben in Krisenzeiten

Wir leben in einer eigentümlich krisenreichen Zeit. Viele Krisen stürzen über uns herein, nach der Angst vor dem Terrorismus ist nun neuerdings Alarmbereitschaft (vgl. K. Rögglas Buch „Die Alarmbereiten“) angesagt – die Weltwirtschaft und so manche Volkswirtschaft sind in permanenter Gefahr.

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Zu den jüngsten Manipulationsvorwürfen gegen die hiesige öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt

Es ist schon erschütternd. Dem ORF ist ja offenbar nicht mehr zu trauen! Berechtigterweise stellt sich Herr K. von der ÖVP erschüttert die Frage: kann man den vermeintlichen Dokumentationen dieser Rundfunkanstalt noch trauen, nachdem sich herausgestellt hat, dass jede Sendung doch nur eine Konstruktion ist und nicht die echte und reine Wahrheit? Alles nur inszeniert!

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Doing God’s Work

Da gingen die Wogen hoch, als der Chef von Goldman Sachs behauptete, die Banken verrichten im Grunde doch nur Gottes Werk. Passt doch aber ganz gut, nicht? So wie sich die Kirche damals im Namen Gottes an den Geldbörseln ihrer Schäfchen bediente, um sich seidene Kutten und güldene Ringe anzuschaffen, so wird das sparwillige und steuerzahlende Volk heute von den Banken ausgenommen, um deren Managern zum Glück zu verhelfen. Im Gegenzug wurde den Gläubigen ein gemütliches und sorgenfreies Leben (nach Todes- respektive Pensionseintritt) in Aussicht gestellt.

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Zurück in die Zukunft!

Illusorisch, unfinanzierbar, weltfremd … das sind Schlagworte, mit denen die Forderungen der Bildungsprotest-Bewegung regelmäßig stigmatisiert wird.
Dass dies völliger Unsinn ist, zeigt ein kurzer Blick auf die maßgeblichen Veränderungen im Universitätsbereich in den letzten zehn Jahren. Die zentralen Anliegen betreffen nämlich durchgehend alte bildungspolitische Errungenschaften, die zuletzt einer ignoranten, arroganten und bildungsfeindlichen Politik zum Opfer gefallen sind.

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Rechts-Links

Ist das noch sinnvoll, das Links und Rechts? Ist das nicht eher eine Layoutsache?
Seit Jahrzehnten wiederholt das linke Professoriat, dass Sozi/Kommunismus links und Faschi/Nazismus rechts sind. Strache und Haider sollen rechts sein, brutale Glatzen ebenso. Rechts sind aber auch die Liberalen und Libertarianer. Wie geht das zusammen?
Nehmen wir zwei Parameter: Macht des Staates (was darf der Staat vorschreiben und bestimmen) und das Geld, das er den Menschen unter Androhung der Gewalt nimmt (= Steuern):
Ganz links auf der Skala sind dann kommu/faschistische Diktaturen.

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Information ist keine Packerlsuppe

Was der Journalismus von Billa lernen kann.

Der Mensch ist mit Schrott leicht zu verführen. Wahr, unwahr – wen kümmert’s, solange es sich verkauft? Immer wieder kommt von hohen Tieren des Boulevardjournalismus’ der „Billa-Vergleich“. Vor einiger Zeit wieder von Atha Athanasiadis, Chefredakteur der Zeitschrift NEWS. Bei einer Podiumsdiskussion im NIG sagt er: „Der Erfolg spricht für uns! Es ist mir egal, ob Sie (Anm.: Ö1-Moderatorin Elisa Vass) NEWS lesen! Wir haben 700 000 Leser. Wir haben Erfolg. Beim Billa regt sich ja auch niemand darüber auf, dass er erfolgreich ist!“

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Das Wiener Lugeck

Bär Wer öfter in der inneren Stadt unterwegs ist, wird das Lugeck (nicht nur, aber auch wegen der Nähe zu Stephansdom und Ankeruhr) kennen, auch wenn er kein leidenschaftlicher Eisesser ist … Wer aber weiß, dass dieser Ort ein Geheimnis birgt?

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Schlechte Autobahnen

HC Strache erklärte mit sarkastischem Unterton vor gut einem Jahr in der ORF-Pressestunde, was alles schlecht an der Zeit des Nationalsozialismus gewesen ist: „Der Erste Mai, die Kirchensteuer, VW-Produktion, Autobahnbauten, das war alles entsetzlich.“

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Nach Kärnten

Sinniert man nach den deutlichsten Zeichen dafür, dass KärntnerInnen etwas dämlicher als der Rest dieses ansonsten hochkarätigen Österreichs sind, fallen einem bestimmt die phlegmatische Phonetik des Kärntner Dialekts, die kurios bis skandalösen Orsttafelstreits, der Kärntner Heimatherbst mit seinen volkstümlichen Sauf- und Fressfesten, die Person Jörg Haider und einige andere südländi

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